From Paris with Love

Früher musste er fast einmal im Jahr sein: der Trip nach Paris. Mal für ein paar Tage, mal für eine Woche, manchmal auch mehrere – zum Beispiel, um dort einen Sprachkurs zu machen. Ich habe diese Stadt immer schon geliebt und weiß eigentlich gar nicht, warum. Wie es ja in der Liebe auch sonst so ist. 😉 Ob es jetzt die Kultur ist – Impressionisten, hach -, die Sprache, die mir einfach ins Ohr geht, die Intellektuellen am linken Seine-Ufer zu meinen philosophischen Zeiten oder das Lebensgefühl insgesamt: von Paris konnte ich nie genug kriegen. Doch irgendwie habe ich meine Lieblingsstadt in den letzten Jahren vernachlässigt und sie geradezu stiefmütterlich behandelt. Es wurde also höchste Zeit, das zu ändern und deshalb habe ich in einem Anfall überschwänglicher Spontanität im April ein Wochenende in Paris gebucht. Am Samstagmorgen hin, am Sonntagabend zurück, eine Übernachtung in einem 3-Sterne-Hotel mit Frühstück im 10. Arrondissement. Zack, boom, bäm. Alle Fragen vorab, was denn meine Pläne seien, ob ich eher shoppen oder ein Museum besuchen werde habe ich gelassen mit einem „das entscheide ich spontan“ abgeschmettert. Das ist der Vorteil daran, wenn man eine Stadt schon sehr gut kennt. Man hat die Top-Sehenswürdigkeiten sowieso schon längst „abgehakt“ und auch sonst schon vieles gesehen, sodass man wirklich das tun kann, wonach einem gerade ist. Wie schön! 🙂

Notre Dame

Es ging also an einem Samstag frühmorgens los. Zwar nicht unbedingt meine Zeit, aber das war es mir wert. Der Rückflug dann am Sonntag Abend und gefühlt hatte ich viel mehr Zeit in Paris, als es tatsächlich war. Man könnte auch sagen, ich hätte die Zeit optimal genutzt.

Parc & Palais du Luxembourg

Ein Brunch im Parc du Luxembourg, meinem Lieblingspark in Paris, während eines Spaziergangs, der sogar viele Sehenswürdigkeiten beinhaltet hat, wie die Notre Dâme (imposantes Bauwerk, auch wenn man nichts mit der Kirche am Hut hat, so wie ich), die Kathedrale Saint Sulpice (bekannt aus „Da Vinci Code“), mitten durch das linke Seineufer und dann wieder über die Brücke in die Tuileriengärten, wo gerade ein kleiner Vergnügungspark zu finden war.

Saint Sulpice
Les Tuileries

Den Abschluss bildete ein Abstecher an die Champs-Elysées, um dort – ungeplanterweise – in den Disney-Store zu gehen, in dem es auch jede Menge für „große Kinder“ gibt. 😉 Den Abend habe ich dann gemütlich in einem italienischen Restaurant in der Nähe des Forum des Halles (das so heißt wie mein Auto: Cinquecento) und dann im Trubel rund ums Centre Pompidou ausklingen lassen. Was will man mehr?

Centre Pompidou

Wo ich schon dabei war, ein „Touristenprogramm“ zu absolvieren, blieb ich auch an meinem zweiten Tag dabei und mir war eben nach Eiffelturm. Bei dem schönen Wetter, noch dazu an einem Sonntag, war ich naturgemäß nicht die Einzige mit dieser Idee. Aber nachdem ich ohnehin nicht rauffahren wollte, störte mich das weiter nicht.

An der Seine entlang machte ich mich auf den Weg nach Saint-Germain-des-Près und musste leider feststellen, dass mein Lieblings-Literatencafé, das Café de Flore, wegen Renovierung geschlossen hatte. Machte aber nichts, denn nebenan befindet sich ja gleich das nächste und man kann nicht mehr dazu sagen außer: magnifique!

Saint-Germain-des-Pres

Die letzte Station meines Kurztrips war Montmartre. Das geht immer. Aber die vielen Stufen zur Sacré Coeur zu erklimmen, macht bei über 30 Grad schon keinen großen Spaß. Zum Glück gibt es hinter der Kirche einen kleinen, hübschen Park, der viel Schatten bietet. Auf dem Weg zur U-Bahn bin ich noch in eine Parfümerie sozusagen „gestolpert“. Aus Versehen. 😀 Lauter handgefertigte Seifen und Düfte … da konnte ich einfach nicht widerstehen!

Sacre Coeur

Fazit: Ein Wochenende in Paris ist eine gute Idee. Immer. 🙂

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